Köln: 09.–12.05.2023 #interzum

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Rückblick materials.cologne

20.05.2021

materials.cologne

Martin Beeh (2. von oben links) und Referenten der materials.cologne

Herr Beeh, die interzum @home hat gerade ihre Premiere gefeiert. Wie hat Ihnen das neue digitale Format gefallen?

Mir hat das digitale Format imponiert, die Relevanz und Vielfalt der Aussteller, sowie die Lust an der digitalen Kommunikation, die in Sachen Direktkontakte sehr gut lief. Alle haben mitgemacht, aus dem Homeoffice.

Sie haben die digitale Konferenz für Design und Innovation materials.cologne organisiert. Was waren hier Ihre persönlichen Highlights?

Bei den Experten-Vorträgen der materials.cologne haben wir quasi einen „Masterplan“ und eine „Toolbox“ an Strategien, Beispielen und Umsetzungen für nachhaltige Material- und Produktentwicklung gegeben. Nach der Rückmeldung der Besucher und Besucherinnen haben dabei besonders die visionären Vorträge der Vordenker Dr. Anne Stenros (Think like an Urbanist), Dr. Marina-Elena Wachs (Green Materials), Karl Johan Bertilsson (Colour, Trends and Sustainability), sowie die der Industrie-Champions wie Albin Kälin (EPEA Switzerland) über Cradle-to-Cradle und Dr. Peter Orth (OPC plastics consulting) über Kreislaufwirtschaft für die Kunststoffverarbeitende Industrie imponiert.

Bei der materials.cologne haben wir quasi einen „Masterplan“ und eine „Toolbox“ an Strategien, Beispielen und Umsetzungen für nachhaltige Material- und Produktentwicklung gegeben.

materials.cologne 2021

materials.cologne 2021

Was gab es noch an spannenden Themen?

Floor van Ast , Geschäftsführerin der Design Post Köln erläuterte, wie nachhaltige Gestaltung und Materialauswahl in Möbel- und Interior Design-Projekten umgesetzt werden kann und was die Design Post dafür tut. Ebenso waren die Design-Praktiker wie byform-design (Kristina Meyer, Thorsten Rosenstengel mit „Modal Concept“), Laura Kunze (imat-uve GmbH, Forschungsprojekt zum Recycling von Textilfasern) sowie das Start-Up Projekt Schuh.mach.bar überzeugend, indem sie aufzeigten, wie nachhaltige Materialien und Gestaltungsprozesse konkret funktionieren. Auch das regionale Projekt des ZebiO e.V. aus Gummersbach zeigte auf, wie regionale Wirtschaft in der Verbindung von Handwerk, Design und Handel lokale Wertschöpfung erreicht. Last but not least haben Sarah Janböcke (Essen) und Gilman Hanson (USA) den Horizont erweitert zu nachhaltigem Management, denn Nachhaltigkeit ist kein „dasselbe in Grün“.

Nachhaltigkeit ist kein „dasselbe in Grün“.

Was hat Sie generell auf der digitalen Messe beeindruckt?

Generell war auf der interzum@home der Auftritt der großen Namen in der Branche beeindruckend. Einige neue Player machten zu Recht auf sich aufmerksam, und ich hatte das Gefühl, dass alle Aussteller, egal aus welcher Ecke der Erde, gleich ernstgenommen wurden.

Die coronabedingte Digitalisierung der Messen wird künftig zunehmend zu hybriden Veranstaltungen führen. Welche Vorteile sehen Sie in der Parallelität von Präsenzmesse und digitalen Formaten?

Die Kunst wird es sein, die Qualität und Verbindlichkeit eines persönlichen Treffens mit den effektiven, globalen Kommunikationstools zu verbinden. Ideal, wenn man sich schon mal auf einer Messe wie der interzum in echt getroffen hat. Nur die Zeitzonenangleichung, das werden auch hybride Formate nicht hinbekommen.