21.–24.05.2019

#interzum2019

Drei Fragen an: PJMARES

11.03.2019

Der Fokus des belgischen Designerduos PJMARES liegt auf dem Interior Design und der Gestaltung von Objekten für den Innenbereich. In ihren Arbeiten verbinden sich traditionelle Handwerkskunst und eine architektonisch geschulte, strukturelle Denkweise mit einer spürbaren Freude am Design, die sich unmittelbar auf den Betrachter und Nutzer überträgt. Wir sprachen mit den beiden Partnern des Büros, Peter-Jan Scherpereel und Tom Mares, über Materialien, Oberflächen und Individualisierung.

Herr Scherpereel, Herr Mares, wo sehen Sie – als Produkt- und Interior Designer – die spannendsten aktuellen Trends im Bereich Materialien und Oberflächen?

Peter-Jan Scherpereel: Wir sind immer auf der Suche nach neuen Oberflächen und Materialien. Ehrlich gesagt, sind uns Trends dabei aber vielleicht nicht ganz so wichtig wie sie es vermutlich sein sollten. Wenn wir jedoch auf ein wirklich schönes neues Material oder eine interessante neue Oberfläche stoßen, die unseren Anforderungen genügt, dann setzen wir sie auch ein. Es ist wirklich spannend zu sehen, wie sich dieser Bereich in den letzten Jahren entwickelt hat. Zum einen haben natürlich ökologische Erwägungen stark an Bedeutung gewonnen. Und gleichzeitig hat sich das visuelle Erscheinungsbild sehr stark ausdifferenziert. Es lässt sich heute sehr präzise bestimmen, welches das ideale Material für einen ganz bestimmten Einsatz ist – sei es High-Tech in Produktion und Performance oder eher gute Recycling-Eigenschaften. Und in ästhetischer Hinsicht bietet uns das mittlerweile verfügbare Spektrum an Materialien höhere Freiheitsgrade als jemals zuvor.

Wie wichtig sind Ihnen Materialien und Oberflächen in Ihrer persönlichen Arbeit? Worauf achten Sie dabei besonders?

Peter-Jan Scherpereel: Materialien und Oberflächen, ihr Aussehen, ihre Haptik und die Art und Weise, in der sie altern, sind uns sehr wichtig. Wir verwenden Materialien und Oberflächen oft als eine visuell-grafische Ebene, die wir über die Formen und Funktionen unserer Möbelstücke legen. Wir lieben es, Texturen und Farben auf unerwartete und spannende Art und Weise miteinander zu kombinieren, beispielsweise indem wir eher traditionelle Materialien und Verfahren mit High-Tech zusammenbringen. Schließlich sollten die Dinge um uns herum nicht langweilig sein, sondern inspirieren.

PJMARES: Bar Sanba, Antwerpen @ PJS Photography

PJMARES: DWS desk @ PJS Photography

PJMARES: Dressoir @ PJS Photography

Welche Rolle spielt individualisiertes Design auf dem heutigen Markt? Wie wichtig ist es, einzigartige Möbel und Objekte für individuelle Bedürfnisse und Geschmäcker produzieren zu können? Sie haben vor kurzem ein sehr erfolgreiches Küchensystem auf den Markt gebracht, das genau diese Aspekte in den Mittelpunkt stellt.

Tom Mares: Wir stellen bei unseren Kunden immer wieder ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Differenzierbarkeit fest. Wir kommen diesem Wunsch mit Möbeln nach, die zu 100 Prozent individuell angepasst werden können. So haben wir für unser NOMAX-Küchensystem ein modulares Metallsystem entwickelt, das als Struktur dient, um darauf aufbauend die typischen PJMARES-Materialkombinationen zum Einsatz zu bringen, die das Ensemble zu einer äußerst hochwertigen, leistungsstarken und dabei sehr persönlichen Küche machen.

Hinter PJMARES steht das Designerduo Peter-Jan Scherpereel und Tom Mares. PJMARES wurde 2014 gegründet und arbeitet vom belgischen Brüssel aus. Die Kollektionen des Labels stehen für anspruchsvolle, zeitlose Designs und Interieurs. PJMARES hat das NOMAX Küchensystem entwickelt.

PJMARES.com