Köln: 09.–12.05.2023 #interzum

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New bio-based protective agent from plant cell culture for wood-based materials | Veranstaltung auf der interzum @home 2021
Green Smart Materials presented by Haute Innovation

New bio-based protective agent from plant cell culture for wood-based materials

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06.05.2021 | 14:30 - 14:45 Uhr
Wood
Green Smart Materials

englisch
Green Smart Materials presented by Haute Innovation
Berlin
Deutschland

Die Veranstaltung

Holz ist einer der vielseitigsten und gleichzeitig wichtigsten nachwachsenden Rohstoffe. Holzschutzmittel bewahren das Material vor Schäden durch Feuchtigkeit, Insekten und UV-Strahlen. Viele handelsübliche Holzschutzmittel enthalten Chemikalien, die gesundheits- und umweltschädlich sind. Diese Wirkstoffe werden durch die Biozid-Verordnung reguliert und viele der registrierten Substanzen werden in absehbarer Zeit ihre Zulassung aufgrund ihrer Human- und/oder Umwelttoxizität verlieren. Nachhaltige, biologische und vor allem ungiftige Wirkstoffe werden daher in Zukunft unersetzlich werden.

Ziel der vorgestellten Forschungsarbeiten ist es, einen biotechnologisch hergestellten Phytoextrakt für den Einsatz als hydrophobes Holzschutzmittel und Konservierungsmittel mit fungizider Wirkung aus pflanzlichen in vitro Salbeizellkulturen im industriellen Maßstab zu entwickeln. Dabei sollen nur biobasierte und toxikologisch unbedenkliche Wirkstoffe eingesetzt werden.

Extrakte oder Inhaltsstoffe von Pflanzen werden traditionell aus landwirtschaftlichem Material hergestellt. Abhängig von verschiedenen Einflussfaktoren wie Standort und Produktionszeitraum unterscheiden sich die gewonnenen Extraktstoffe in Qualität und Quantität. Für eine kontinuierliche, nachhaltige Produktion von Pflanzeninhaltsstoffen ist der Einsatz biotechnologischer Verfahren auf der Basis von pflanzlichen In-vitro-Kulturen erforderlich. Die Kultivierung von Pflanzenzellen in einem geschlossenen Bioreaktorsystem gewährleistet die nachhaltige Produktion von pflanzlichen Sekundärmetaboliten mit gleichbleibender Qualität und Quantität. Um mit pflanzlichen Zellsuspensionskulturen angemessene Produktivitäten zu erreichen, ist die Elicitation eine weit verbreitete Strategie. Durch den gezielten Einsatz von sogenannten Elicitoren in Pflanzenzellkulturen werden die pflanzlichen Abwehrmechanismen stimuliert, was zur Steigerung der Wirkstoffausbeute genutzt werden kann.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt diese Arbeit finanziell, die Projekt-ID lautet 031B0929A.