interzum 2017: Trends für künftige Lebensräume

04.05.2017

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© Klöckner Pentaplast, Grass, Rehau, Schattdecor

Wohnen ist Vielfalt: Auf engstem Raum treffen hier unterschiedlichste Abläufe und Funktionen aufeinander – und werden sich weiter rasant verändern. Die interzum 2017 wirft einen Blick auf aktuelle Trends und Produkte für die Gestaltung zukünftiger Lebenswelten.

Im Wohnumfeld lassen sich heute maßgebliche Veränderungen feststellen. Klassische Wohnbereiche haben sich erweitert: Die Küche ist vollwertiger Lebensraum geworden, das Bad längst mehr als eine Nasszelle, während wir zunehmend auch mit öffentlichen Orten wie Shops, Büros oder Lounges Vorstellungen von Wohnlichkeit verbinden. So ergeben sich Wechselwirkungen zwischen Raumtypen und Wahrnehmungswünschen; höchste Ansprüche an funktionalen Komfort verbinden sich mit einer neuen Emotionalität.

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© Salice, Impress, Rehau, Woodbox Karl Baliko

Gemeinsam ist allen Wohnzonen eine erhöhte Aufmerksamkeit für hochwertige Verarbeitung, ökologische Qualität und funktionale Flexibilität. Optisch und haptisch ansprechende Oberflächen spielen hier ebenfalls eine maßgebliche Rolle. Beispielhaft dafür stehen dekorative Schichtstoffe: Kriterien von Nachhaltigkeit verbinden sich in ihnen mit höchster Widerstandsfähigkeit und lebendigen Oberflächen. Dabei fördert computergestützte Fertigung den Trend zum maßgeschneiderten Design. Ähnlich ist es bei Furnieren, die feinste Verarbeitung mit natürlicher Haptik verknüpfen. Vom reinen Oberflächenmaterial haben sie sich zum eigenständigen Werkstoff entwickelt.

Spannend sind die Entwicklungen auch dort, wo die Aufgaben vor allem technisch-funktional erscheinen. Moderne Beschlagslösungen erlauben etwa ein neues Durchdenken von Funktionsabläufen – und deren gestalterische Umsetzung. Noch schneller hat sich die Evolution in der Elektronik vollzogen: Statt großer Geräte gibt es heute kleine, elegante Schnittstellen, die Teil der Möbel werden. Im Lichtbereich erlauben LED und OLED eine blendfreie Integration von Beleuchtung unmittelbar in Möbeln und Bauteilen – fort von der Lampe, hin zu Stimmung und Raum.

Ob man auf neue, anregende Oberflächen schaut oder gezielt dahinter – der Trend ist deutlich: Als Teil einer gesamträumlichen Konzeption vereinen Technologien und Materialien heute funktionale wie sinnliche Aufgaben. Welche Neuheiten in diesen Bereichen künftige Lebensräume mitgestalten, zeigt die kommende interzum.

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