Trends für Morgen: Rückblick auf die interzum 2017

12.06.2017

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© Koelnmesse

Wer sich über Neuheiten für künftige Lebensräume informieren wollte, dem bot die interzum 2017 vielfältige Anregungen. Mit zahlreichen Innovationen lieferte sie wegweisende Impulse für die Einrichtung von Morgen. Mehr Aussteller und Besucher als je zuvor nutzten die internationale Leitmesse als Plattform und Trendbarometer.

Vom 16. bis zum 19. Mai präsentieren in Köln über 1.700 Aussteller neue Ideen und innovative Lösungen für Möbel und Innenräume. Dabei standen Materialien und Technologien ebenso im Fokus wie neue Gestaltungsansätze. Mit diversen Sonderschauen blickte die Messe außerdem auf globale Trends wie Nachhaltigkeit, Mobilität oder Digitalisierung. Auch das Thema Individualität spielte auf der interzum eine besondere Rolle. Oberflächen, Materialien und Dekore lassen sich zunehmend individuell gestalten. Viele Aussteller bieten mittlerweile ganze Dekorwelten für unterschiedliche Lifestyles. Welche Vielfalt es hier mittlerweile gibt, war auch auf der Sonderfläche „Individuality“ im Messebereich „Materials & Nature“ zu sehen. Dort ausgestellte Materialien und Oberflächen zeigten das verstärkte Interesse und die große Bandbreite an Neuheiten.

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Piazza Materials & Nature auf der interzum 2017, © Koelnmesse

Die zunehmende Bedeutung von Materialität wurde auf der interzum besonders sichtbar. Schon immer ist die Messe eine Plattform für Innovationen in diesem Bereich. Aktuelle Materialien zeichnen sich unter anderem durch vielfältige Eigenschaften und die Verwendung alternative Rohstoffe aus. Biomaterial ist mittlerweile eine ernsthafte Alternative zu Kunststoff – wie verschiedene Aussteller bewiesen. Andere Neuheiten optimieren die Eigenschaften von herkömmlichen Produkten, machen sie leichter oder stabiler.

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Nanotech Supermatt Oberflächen des Ausstellers Fenix auf der interzum 2017, © Koelnmesse

Die Qualität von Möbeln zeigt sich im täglichen Gebrauch. Um diesen zu verbessern, tüfteln Aussteller der interzum an der Optimierung von Oberflächen. Aktuelle Möbelfronten sind kratz- und wasserfest, resistent gegen Fingerabdrücke, Chemikalien und Bakterien, lichtecht und damit besonders widerstandsfähig. Mikrostrukturen schützen Oberflächen vor Kratzern und Abrieb. Digitale Druckverfahren bieten nahezu unendliche Gestaltungsmöglichkeiten. Mineralische Oberflächen kommen heute in Beton- oder Stahloptik daher oder erinnern in ihrer Erscheinung an Glas. Auch natürliche Materialien können überzeugend nachgebildet werden. Ob Schiefer, Marmor, Holz oder Leder – die bedruckten Flächen sind in Optik und Haptik kaum noch vom Original zu unterscheiden.

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Sonderfläche "Circular Thinking – from Upcycling to Biofabrication" auf der interzum 2017, © Koelnmesse

Möbel aus Papierabfällen, gebrauchten Jeans oder Skateboards – welches Potenzial die Wiederverwendung von Wertstoffen bietet, zeigte die interzum mit der Sonderfläche „Circular Thinking“. Die hier gezeigten Objekte nutzen nachwachsende Rohstoffe oder Materialien, die sonst auf dem Müll landen. Dass Aussortiertes zum Ausgangspunkt für hochwertiges Design werden kann, bewiesen die ausgestellten Möbel aus alten Fahrradrahmen, Rolltreppen und Plastikabfällen. Neben innovativen Biomaterialien wurden smarte Energieerzeuger wie das kleinste Wasserkraftwerk der Welt vorgestellt.

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Sonderfläche "Mobile Spaces" auf der interzum 2017, © Koelnmesse

Für den knapper werdenden Wohnraum in unseren Städten überdenken Aussteller der interzum die Einrichtung. Mit wandlungsfähigen Produkten erhöhen sie den Wohnkomfort auch bei wenig Platz. Kleiner, leichter, flexibler war das Motto von vielen Neuheiten, die auf der Messe vorgestellt wurden. Um den vorhandenen Platz in der Wohnung optimal zu nutzen, gibt es außerdem diverse neue Stauraumlösungen. Das Aufbewahren von Kleidern oder Lebensmitteln wird mit modularen Systemen platzsparend vereinfacht.

Mobilität ist ein wesentlicher Aspekt unseres Lebens. Doch wie lässt sich Fortbewegung in Zukunft gestalten? Unter dem Titel „Mobile Spaces“ zeigte die interzum mobile Trends auf einer eigenen Sonderfläche. Hier war unter anderem zu sehen, wie sich ein neues Verständnis von Mobilität auf das Interieur von Autos auswirkt. Wie in der Wohnung geht auch hier der Trend zu immer leichteren und flexibleren Materialien. Besonders deutlich wurde das bei den auf der Messe vorgestellten Neuheiten im Bereich Furnier. Innovative Produkte aus Rattan oder Balsaholz verringern das Gewicht und bieten gleichzeitig eine hohe Flexibilität.

Der Alltag ist heute flexibel, mobil und virtuell und wird von vielfältigen Tätigkeiten geprägt. Als Plattform für innovative Entwicklungen widmete sich die interzum 2017 der Frage nach den entsprechenden Designs für Möbel und Räume. „Die Zukunft beginnt hier“ – das stellte die Messe einmal mehr unter Beweis.

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