Das Beste aus dem Baum: So wird Furnier hergestellt

07.02.2017

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Furnier kommt in Möbeln, in der Architektur oder in Automobilen zum Einsatz. Doch wie wird der Werkstoff aus natürlichem Holz eigentlich hergestellt? Die Initiative Furnier + Natur ist Partner der interzum und erklärt in ihrer neuesten Mitteilung, wie aus dem Besten des Baumes hochwertige Oberflächen entstehen.

Ein guter Furnierbaum ist selten. Er muss schön im Wuchs sein, doch die inneren Qualitäten können nur Fachleute beurteilen. Üblicherweise werden Arten wie Ahorn, Buche, Eiche, Esche oder Nussbaum verwendet – zumeist aus Europa, teilweise auch aus den Vereinigten Staaten. Perfekt für das Fällen des Baumes ist gerade die jetzige Winterzeit: „Ist die Luft kalt und trocken, bildet ein Baum kaum noch Triebe aus und das Holz ist an sich ist ebenfalls recht trocken. So eignet es sich ideal für die Furnierherstellung“, erklärt der Geschäftsführer der Initiative Furnier + Natur, Dirk-Uwe Klaas.

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Im Furnierwerk wird der Baum geschält, gemessert, geschnitten oder mit einer speziellen Säge für ein raues Aussehen bearbeitet – je nachdem welche Furnieroptik erzielt werden soll. Wie dick das Furnier dabei wird, richtet sich unter anderem nach dem späteren Verwendungszweck. Normalerweise beginnt ein Furnierblatt bei guten 0,45 Millimetern und endet bei gut sechs Millimetern, andere Dicken sind auf Wunsch ebenfalls machbar. Die Furnierblätter werden dann langsam und vorsichtig weiter heruntergetrocknet. So wird verhindert, dass das Holz wellig wird oder reißt. Die fertig getrockneten Blätter werden schließlich je nach ihrer Qualität unterteilt und nach Sorten gestapelt. „Nach dem Zuschnitt setzt man die Einzelteile dann zu einem so genannten Deck zusammen. Dieses wird mit Leim und unter hohem Druck auf Spanplatten, MDF-Platten, Multiplexplatten, Sperrholz oder Massivholz-Stäbchenplatten aufgebracht“, so Dirk-Uwe Klaas. Die fertigen Furniere werden dann zum Beispiel für Möbeloberflächen, für die Veredelung von Automobilen oder auch für extravagante Produkte wie Furnier-Ski, Taschen, Brillen, Kiteboards, Badewannen, Buchdeckel, Schuheinlagen oder Mouse-Pads verwendet.

Initiative Furnier + Natur

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