„Unsere Aufgabe ist eine Evolution der Messe“: Interview mit Maik Fischer

12.09.2018

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© Koelnmesse

Seit April 2018 ist Maik Fischer neuer Director der interzum. Wir sprachen mit ihm über Neuerungen für die kommende Ausgabe der internationalen Zulieferermesse, aktuelle Branchenthemen und seine Ideen für die Zukunft der interzum.

Herr Fischer, seit April 2018 sind Sie neuer Director der interzum. Haben Sie schon vorher berufliche Erfahrungen mit den Themen Materialien, Oberflächen etc. sammeln können? Oder gibt es hierzu eine persönliche Affinität?

Sowohl als auch: Einerseits war ich zuvor Director der Messe Feria Mueble & Madera, die zur interzum-Familie gehört und die wir als Koelnmesse gemeinsam mit einen lokalen Partner im kolumbianischen Bogotá durchführen. Andererseits interessiere ich mich persönlich sehr für die Materialität von Möbeln, mithin auch für das Design, das Material, die Oberflächen usw.

Wie werden Sie die interzum weiterentwickeln und wie wird sich die Messe künftig positionieren?

Die interzum ist in den vergangenen Jahren zur wichtigsten Kommunikations- und Handelsplattform der weltweiten Möbelzuliefererindustrie geworden – das hat das Team in der Vergangenheit hervorragend hinbekommen. Mein Ziel ist es, dieses Niveau zu halten und weiter auszubauen. Die interzum muss auch künftig weiterhin der Ort sein, an dem die Innovationen der Möbelzulieferindustrie den internationalen Besuchern gezeigt werden, an dem sich Menschen treffen und über die neusten Trends und Entwicklungen austauschen.

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© Koelnmesse

Welche konkreten Neuerungen gibt es bei der nächsten Ausgabe der Messe und wie werden diese umgesetzt?

Wir sehen unsere Aufgabe in einer Evolution der Messe, nicht in einer Revolution. Neben dem zuvor genannten werden wir daher eher kleinere Optimierungen im Bereich der Hallenaufplanung vornehmen. Daneben werden wir dem Thema Digitalisierung eine neue Sonderfläche widmen, um dessen Auswirkungen auf die Industrie der Zulieferer und Hersteller zu zeigen. Im Bereich der Kommunikation werden wir noch stärker die sozialen Medien nutzen – insbesondere in der Ansprache (potenzieller) Besucher. Gerade die jüngere Generation können wir hier effizienter erreichen. Auch das Thema „Tiny Spaces/Wohnen auf kleinem Raum“ möchten wir stärker herausstellen. Und last but not least feiern wir 60 Jahre interzum, das werden wir auf unterhaltsame Art und Weise aufgreifen – lassen Sie sich überraschen.

Die interzum blickt auf eine sehr erfolgreiche Entwicklung zurück. Welche Chancen und Potentiale bzw. welche Entwicklungsperspektive sehen Sie für die Messe?

Wir werden auch künftig ein besonderes Augenmerk darauf legen, dass wir gesellschaftliche und globale Trends widerspiegeln, die die Möbelindustrie beeinflussen. Dazu gehören unter anderem Lösungen für das Wohnen auf kleinen Flächen und für eine alternde Gesellschaft. Zusätzlich wollen wir die neuesten Materialentwicklungen zeigen und weiterhin die Auswirkung des Megatrends Digitalisierung auf die Produktion und Gestaltung von Möbeln beleuchten. Der Claim der interzum beschreibt sehr gut unseren Leitgedanken: Die Zukunft beginnt hier.

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Maik Fischer, Direktor interzum © Koelnmesse

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