04.05.17

Mobiler Raum ändert Ansprüche an Materialien

Die Trends und Neuheiten im Bereich "Textile & Machinery".

Die Möbelwelt blickt Mitte Mai gespannt auf Köln: Die interzum ist für die Spezialisten aus der Fertigung in diesem Jahr das Highlight schlechthin. Die Weltleitmesse ist der Impulsgeber der Zulieferbranche und setzt Trends für die Gestaltung der Lebensräume von morgen. Was in Kürze in Möbelform gegossen wird, ist in der Rheinmetropole vom 16. bis 19. Mai 2017 zu sehen. Dabei werden Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit, Automatisierung, Digitalisierung und vor allem auch Mobilität von Lebensräumen große Themen sein. Diese spielen auch im Angebotsbereich "Textile & Machinery" die Hauptrollen.

Neben "Funtion & Components" und "Materials & Nature" ist "Textile & Machinery" eine der drei Angebotssegmente der Weltleitmesse interzum. Drei fokussierte Bereiche, die dem Fachpublikum einen neuen Blickwinkel auf das tägliche Business ermöglichen sollen. "Im Angebotssegment Textiles & Machinery sind Polstermaterialien, Stoffe und Leder sowie dazugehörige Verarbeitungsmaschinen die Hauptdarsteller", sagt Arne Petersen, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement der Koelnmesse. "Darüber hinaus verspricht die Piazza inmitten der Halle 10.1. ein weiterer Besuchermagnet zu werden, denn das Motto lautet in diesem Jahr "Mobile Spaces".

Trends gilt es in diesem eher technisch anmutenden Segment ebenfalls zu erleben. Beispielsweise leistungsstarke Textilien, wie klimaregulierende Bezugsstoffe oder witterungsbeständige Outdoor-Stoffe. Letztere sind beispielsweise wasserfest, antibakteriell, UV-beständig oder kältebruchresistent. "Die Materialität ist für Architekten ganz wichtig. Man weiß gar nicht, wohin man während der Messetage schauen soll, weil es einfach so viel zu entdecken gibt. Deshalb finde ich es beeindruckend, was die Hersteller aufbieten", erklärt die Architektin Dr. Regina Dahmen-Ingenhoven.

Mobilität ist ein wesentlicher Aspekt
Hinzu kommt aber auch eine neue Thematik, die bisher während einer interzum noch nie bespielt worden war: "Mobile Spaces" heißt das Motto der Sonderfläche in der Halle 10.1. Die interzum wird dadurch immer mehr für Designer, Architekten, Planer und Ausstatter von mobilen Innenräumen wie Automobilen oder Caravans hochinteressant. Deshalb werden in dem Umfeld der Eventfläche in diesem Jahr auch namhafte Zulieferer aus dem Automobilbereich versammelt sein - das ist eine ganz neue Ausstellergruppe für die Weltleitmesse. Daneben geht es aber auch um mobile Räume wie Hausboote oder öffentliche Transportmittel. "Neue Sonderflächen und andere Ausstellungsformate werfen einen Blick auf zukunftsweisende Entwurfs- und Produktionsansätze", ist sich Matthias Pollmann, Projektmanager der interzum, sicher.

Elektrowagen, digitale Vernetzung und autonomes Fahren sind Entwicklungen, die derzeit erheblichen Einfluss auf die Mobilität haben. In diesem Zuge wandeln sich auch die Ansprüche an Materialien und Oberflächen für die Ausstattung von Autos, Wohnmobilen, Zügen oder Flugzeuge. Das Thema besitzt deshalb eine besondere Relevanz für die Möbelzulieferbranche. Dazu sind zahlreiche Aussteller gleichzeitig sowohl in der häuslichen Einrichtung als auch in der Ausstattung von Fahrzeugen tätig. Neuheiten aus dem klassischen Möbelsegment wie Oberflächen, Textilien oder Beschläge kommen ebenfalls in den mobilen Räumen zum Tragen.

Leichtbau ist von enormer Bedeutung
Die Ansprüche an den mobilen Raum sind in der Regel noch um ein Vielfaches höher als ans häusliche Umfeld. Vor allem die Anforderungen an ein geringes Gewicht zieht innovative Lösungen nach sich. Der Leichtbau spielt deshalb eine entscheidende Rolle für den rollenden, schwimmenden und fliegenden Raum - und steht gleichzeitig für Nachhaltigkeit - einer der Haupttrends während der interzum.

Auf der Sonderfläche "Mobile Spaces" präsentiert Morelo seinen "Empire Liner". Das Luxus-Reismobil kann mit maximal sechs Tonnen mehr zuladen, als andere Reisemobile insgesamt wiegen und besticht durch hochwertige Details wie mehrschichtige Möbelfronten oder Mineralwerkstoff. Die sind in diesem Bereich und in dieser Art und Weise bislang noch nicht verbaut worden. "Von der eleganten Echtglas-Regendusche bis hin zum edlen Naturstein-Dekor im Bad haben wir uns viele Highlights zum Wohlfühlen einfallen lassen. Hinzu kommen die Grafic-Lights mit ihren aufwändig integrierten Lichtleiterbahnen", erklärt Morelo.

Das gewisse Etwas
Wie sich ein neues Verständnis von Mobilität und Interieur entwickeln kann, zeigt auch der Oberflächen-Spezialist Hornschuch mit seinem Konzeptfahrzeug "The Pioneer". "E-Mobility, digitale Vernetzung und autonomes Fahren sind die Megatrends der Automobilindustrie. Hierdurch ändert sich auch die Bedeutung von Oberflächen für Fahrer und Beifahrer im Hinblick auf Design und Funktion. Sie müssen höchsten Ansprüchen genügen und haben mit herkömmlichen Oberflächen nicht mehr viel gemeinsam", beschreibt Hornschuch die Anforderungen an den zukünftigen mobilen Raum. Designer und Entwickler haben mit einem durchgängigen Material- und Designkonzept die Vision von urbanen Zeitgeist und modernen Business Style im Concept Car bis ins kleinste Detail umgesetzt.

Das Karlsruher Unternehmen Schorn & Groh zeigt, wie sich Furnier für besondere Akzente einsetzen lässt. Limousinen und andere edle Transportmittel sind hervorragende Beispiele für die beeindruckende Optik von Furnier-Oberflächen. Dank der feinen Holzmaserung hat echtes Furnier das gewisse Etwas, das individuelles Design vom Standard unterscheidet. "Damit ist der besondere Auftritt und die Einmaligkeit des Automobils, des Bootes, des Wohnmobils, eines Linienjets oder sogar des eigenen Flugzeugs auf jeden Fall garantiert", sagt Ursula Geismann. Die Pressesprecherin unterstreicht die Bedeutung des Oberflächenmaterials für den Bereich Mobilität: "Man kann das gut mit dem Verchromen von Zierleisten bei einem schönen, alten Auto vergleichen", so Geismann. Jedes Echtholzfurnier ist ein hochwertiges Unikat.

Mit hochwertigen Werkstoffen recourcenschonend umgehen
In der Halle 10.1 stellt auch J.H. Ziegler aus. Das Unternehmen aus Achern-Oberachern hat in den vergangenen Jahrzehnten aus Vliesstoff ein Hightechprodukt entwickelt und ist Experte für Nadelvliesstoffe, Schaum-Vliesverbunde, kaschierte Materialien und Naturfaservliese. An seiner Kaschieranlage zeigt Ziegler während der interzum, wie das Material HACOflex mit Leder verbunden wird. Das Material gilt als akustischer hocheffizienter Absorber im Automobil oder als Kaschiermaterial zur Lederlaminierung sowie als Unternähmaterial für Automobil- und Flugzeugsitze, Sitzmöbel und Bürostühle. Dadurch wird der Sitzkomfort optimiert und Dehnungsfalten zuverlässig und dauerhaft verhindert. "Wir arbeiten mit effizienten und umweltschonenden Produktionsverfahren an einzigartigen Materialzusammenstellungen", heißt es bei J.H. Ziegler. Allgemein gilt: Wo Werkstoffe hochwertig und deren Herstellung aufwändig ist, gilt es, besonders recourcenschonend mit ihnen umzugehen.

Automatisierung gewinnt weiter an Bedeutung
Ein weiteres großes Thema ist die Automatisierung. Die hat auch für viele Matratzenhersteller enorm an Bedeutung gewonnen. "Im High-Tech-Markt der lohnintensiven Länder steigt der Trend zu höherem Output durch Prozessoptimierungen. Nicht nur der Anspruch an Präzision bei gleichzeitig kurzen Durchlaufzeiten ist gestiegen, sondern es muss auch ein hohes Maß an Flexibilität hinzukommen", sagt Jan Leisse, Geschäftsführer der Albrecht Bäumer GmbH & Co. KG. Das Unternehmen aus Freudenberg ist Spezialist für Schaumstoffschneidemaschinen und Anlagen zur Schaumstoffverarbeitung. Bäumer ist sich sicher, dass die Zahl der Mischproduktionen steigen, in denen sowohl Federkern als auch Schaumsandwich-Matratzen hergestellt werden. Das stellt das Handling und auch die Kleberauftragstechnologie vor neue Herausforderungen. Deshalb zeigt das Freudenberger Unternehmen auf der interzum ein innovatives Handlingssystem. Die horizontale Konturenschneidmaschine OFS-Twincut wird in Kombination mit der Kleberauftragsanlage Lamit HM präsentiert.

Das Fenster in die Zukunft
Quarrrata forniture feiert seinen 20. Jahrestag auf der diesjährigen interzum. Das italienische Unternehmen präsentiert mit "RollJet" - eine Klebemaschine für Matratzen - eine Weltneuheit. Das Besondere: Sie arbeitet mit einem ähnlichen Konzept wie ein Drucker und vereint mehrere Anwendungen in einer Maschine. "Eine echte Revolution in der Technologie für Matratzen", erklärt der Spezialist aus Quarrata.

Koelnmesse - Global competence in furniture, interiors and design:
Die Koelnmesse ist der internationale Top-Messeveranstalter für die Themen Einrichten, Wohnen und Leben. Am Messeplatz Köln zählen die Leitmesse imm cologne sowie die Messeformate LivingKitchen, ORGATEC, spoga+gafa, interzum und Kind + Jugend zu etablierten Branchentreffpunkten von Weltrang. Diese Messen bilden umfassend die Segmente Polster- und Kastenmöbel, Küchen, Büromöbel, Outdoor-Living sowie die Innovationen der Möbelzulieferindustrie ab. Das Portfolio hat die Koelnmesse in den vergangenen Jahren gezielt um internationale Messen in den wichtigsten Boom-Märkten der Welt ergänzt. Dazu zählen die LivingKitchen China/CIKB in Shanghai und die Pueri Expo in Sao Paulo. Mit ambista, dem Netzwerk der Einrichtungsbranche, bietet die Koelnmesse direkten Zugang zu relevanten Produkten, Kontakten, Kompetenzen und Events.

Weitere Infos: http://www.global-competence.net/interiors/
Weitere Infos zu ambista: http://www.ambista.com

Die nächsten Veranstaltungen:
Pueri Expo, Sao Paulo, Brasilien, 26.-29.05.2017
spoga+gafa, Köln, Deutschland, 03.-05.09.2017
China Kids Expo, Shanghai, China, 18.-20.10.2017

Anmerkung für die Redaktion:
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Markus Majerus
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